Über Brainspotting

Ich freue mich, Ihnen auf dieser ausführlichen Seite in einfachen Worten und multimedial Antworten zu grundlegenden Fragen über Brainspotting und wie es angewendet wird, zu geben.

Verweise zu Fachartikeln und (inter)nationalen Videos erlauben einen tieferen fachlichen Einblick.

Was ist Brainspotting

Brainspotting ist ein Behandlungsverfahren für alle, die unter den Folgen einer emotionalen oder körperlichen Verletzung leiden.
Es wird in Österreich von PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Ärzten und Ärztinnen angewendet.

Wie wirkt & hilft hier Brainspotting?

Dort, wo eine Belastung unsere natürlichen Selbstheilungskräfte überfordert, setzt Brainspotting an.

Beispiele dafür können sein: innere Unruhe, sich wie gelähmt fühlen, Schlafstörungen, Verspannungen, Redeangst, psychosomatische Beschwerden und viel anderes.

Beeinflusst unsere Blickrichtung unsere Gefühle?

„Wohin wir schauen, beeinflusst wie wir uns fühlen“ war schon Hildegard von Bingen überzeugt und das gilt in der Brainspotting-Behandlung als Leitsatz.

Über das visuelle System und die Körperwahrnehmung schafft Brainspotting Zugang zu traumatisch verursachten Blockaden. Die Technik kann so langanhaltend bei der effektiven Verarbeitung und Integration von solchen helfen. Über den körperlichen Zugang kann emotionale Wirksamkeit erzielt werden. KlientInnen berichten immer wieder von deutlicher Erleichterung bis hin zum Verschwinden der Symptomatik. Feedback KlientInnen!

Was sagen die Medien?

In den folgenden Beiträgen erhalten Sie einen ersten Einblick in die multimediale Brainspottingwelt. Mag. Monika Baumann erklärt kurz, wie die Technik funktioniert und eine zusammengeschnittene LiveDemo eine Behandlung vermittelt einen Eindruck, wie so eine Sitzung aussehen kann.

Was ist ein Brainspot?

Das ist ein Punkt im visuellen Gesichtsfeld, der eine starke körperliche oder emotionale Reaktion in KlientInnen auslöst. Die mit dieser Augenposition verbundene Gehirnaktivität kann (un)bewusste Trauma-Erinnerungen gezielt aktivieren. Durch die sichere Beziehung mit dem/der Behandelnden können die nun aktivierten traumatischen Erlebnisse neu verarbeitet, und so integriert, werden.

Wie läuft eine Brainspotting-Behandlung ab?

Während der Behandlung folgen die Augen der KlientInnen langsam einem Zeigestab, dem Pointer, in der Hand der jeweiligen TherapeutInnen. Wird ein Punkt im Gesichtsfeld der KlientInnen erkannt, der eine körperliche Reaktion wie etwas starkes Blinzeln oder einen veränderten Gesichtsausdruck hervorruft, ist ein Brainspot gefunden! Dieser Punkt ist es, der die Erinnerung an eine traumatische Episode hervorbringt oder KlientInnen spüren über den Körper dort hin.

Über Brainspotting

Wie alles begann?

Brainspotting wurde 2003 vom New Yorker Psychotherapeuten Dr. David Grand entdeckt und bis heute weiterentwickelt. ​Brainspotting Austria ist die einzige von Dr. David Grand / Brainspotting Trainings LLC zertifizierte Institution in Österreich. ​

Wir lehren die international anerkannte Brainspotting-Ausbildung und sind bezüglich Weiterentwicklungen stets am neuesten Stand. Senior Ausbildnerin Mag. Monika Baumann als Leitung steht für kontinuierliche Aktualität auf allen Ebenen und wird dabei von Junior Ausbildnerin MMag. Marlene Sulek unterstützt.

Was steckt dahinter?

Annahmen gehen dahin, dass Brainspotting tiefe Regionen im Gehirn, wo traumatische Erlebnisse abgespeichert werden, sowie die mit dem Trauma verbundenen Körperregionen aktiviert. Das Verfahren zielt darauf ab, sowohl die emotionale Belastung als auch körperliche Symptome, die mit der traumatischen Episode verbunden sind, so zu integrieren, dass diese von KlientInnen weniger stark oder nicht mehr spürbar werden.

Die Technik ist noch verhältnismäßig jung, dennoch zeugt ihre rasche Verbreitung unter TherapeutInnen, PsychologInnen und im ärztlichen Kreis von ihrer Effektivität. Erste Studien finden Sie unter "Veröffentlichungen". Brainspotting Austria ist die offizielle österreichische Vertretung der Brainspottinglehre und wird kontinuierlich von Dr. Grand begleitet und gefördert.

Buch brainspotting

Kann man Brainspotting mit Kindern und Jugendlichen anwenden?

Traumaarbeit mit Kindern und Jugendlichen ist schon lange ein wichtiger Arbeitsbereich von Mag. Baumann.

So war es ihr bereits nach ihrer ersten Brainspottingausbildung ein Anliegen, dies auch mit den Jüngeren zu probieren. Neugierig, ob Brainspotting mit Kindern und Jugendlichen – anders – funktionieren würde und hat sie diese Überlegung mit Dr. David Grand, dem Begründer von Brainspotting, besprochen. Nach Reflexion und professionellem Auseinandersetzen mit der Thematik hat sie die Technik immer öfter auch bei Kindern und Jugendlichen angewandt und sehr große Arbeitserfolge damit erzielen können. Sie hat sich mit einigen internationalen BrainspottingtrainerInnen ausgetauscht und danach einen Erfahrungsbericht geschrieben.

​Humanitäre Projekte, die sie etwa in Krisengebieten, Schulen oder Kinderheimen geleitet hat, waren schließlich der Anstoß, mit Unterstützung von Dr. Martha Jacobi und Dr. David Grand ein Zweitagesseminar für Brainspotting mit Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.

Nachdem sie gemerkt hat, dass der Bedarf groß ist, hat Monika Baumann 2020 das Seminar um einen weiteren Tag erweitert und an diesem die Teilearbeit eingebaut. Außerdem hat sie in diesem Jahr ihr Wissen zur Brainspottingarbeit mit den Kleinen in einem Buch zusammengefasst und herausgebracht. Sie finden "Brainspotting with Children and Adolescents: An attuned treatment approach for effective brain-body healing" in den Veröffentlichungen.

​Einzelne Vorträge sowie dieses Seminar hat sie bereits in Paraguay, Brasilien (auf dem ersten internationalen Brainspottingkongress), Spanien, Wien und in den USA gehalten. Mehr dazu lesen Sie auf unserem Blog.

Das internationale Interesse an der therapeutischen Brainspottingarbeit mit Kindern und Jugendlichen ist enorm im Wachsen begriffen. Liebe BrainspotterInnen, schauen Sie gleich bei den Terminen, wann das nächste Seminar in Ihrer Nähe stattfindet!