Zwei Frauen (eine dunkelhaarig, mit blauem Shirt und kurzer heller Hose; die andere blond, mit weißer Bluse, rotem Blazer und schwarzer Hose) stehen vor einem Gebäude mit der Aufschrift

Brainspotting im Ö1 Radiointerview

Mag. Monika Baumann war mit Dr. Edith Pöll-Powondra beim nationalen Radio, um ein Interview über Brainspotting aufzunehmen.

Die Sendung für das Gesundheitsmagazin wurde im Juli 2021 auf Ö1 ausgestrahlt.​ Hier können Sie den Beitrag nachhören:

 

Die Autoren haben so großartige Arbeit geleistet, dass wir auch gerne den Text mit Ihnen teilen:

​Brainspotting – Über die Augen das Unbewusste betreten

In den späten 1980er Jahren entwickelte die New Yorker Psychologin Dr.in Francine Shapiro eine psychotherapeutische Methode, die gleichermaßen einfach und sehr effektiv ist. Beim so genannten Eye Movement Desensitization and Reprocessing, kurz EMDR, werden durch rasche, rhythmische Augenbewegungen, akustische Signale und Berührungen die rechte und linke Gehirnhälfte stimuliert. Währenddessen denken die Klienten an ein für sie belastendes Ereignis. Das Erstaunliche: Schon nach kurzer Zeit kann sich der Leidensdruck verringern. 

Heute wollen wir Ihnen eine Technik vorstellen, die aus dem EMDR weiterentwickelt wurde und weltweit aufgrund ihrer Effektivität immer mehr Anhänger findet – das Brainspotting. Damit lassen sich psychische und physische Symptome nach emotionalen Verletzungen und traumatischen Erlebnissen behandeln. In den vergangenen anderthalb Jahren haben Brainspotting-TherapeutInnen die Erfahrung gemacht, dass die Technik auch dabei helfen kann, mit der Corona-Krise bzw. sogar mit Folgen einer Infektion – Stichwort Long Covid – besser umzugehen. Ursprünglich zur Therapie von Posttraumatischen Belastungsstörung eingesetzt. werden mittlerweile aber auch Depressionen, Angststörungen, chronische Schmerzen oder psychophysische Erschöpfungssyndrome behandelt.

Nora Kirchschlager hat für den Beitrag mit Mag.a Monika Baumann, der Leiterin von Brainspotting Austria und mit der Ärztin und Osteopathin Dr.in Edith Pöll-Powondra gesprochen.

​Gestaltung:
Nora Kirchschlager
Christoph Leprich

Wir bedanken uns, den Radiobericht hier mit Ihnen teilen zu dürfen – mit freundlicher Genehmigung des ORF.